Als unsere Häkelköniginnen für das KaDeWe Dessous häkelten
Manche Projekte bleiben für immer in Erinnerung.
Vor einigen Jahren erhielten wir einen außergewöhnlichen Auftrag vom KaDeWe in Berlin: Für die Lingerie-Abteilung des traditionsreichen Luxuskaufhauses sollten wir eine exklusive Kollektion handgehäkelter Dessous und Accessoires anfertigen.
Für unsere Häkelköniginnen war dies eine ganz besondere Aufgabe. Die kunstvollen Stücke entstanden in unzähligen Stunden feinster Handarbeit – Masche für Masche, Perle für Perle. Was daraus entstand, war weit mehr als Wäsche. Es waren kleine KunstwerkeJa, der ist super. ich brauche den noch auf englisch.
Die größte Aufmerksamkeit galt damals jedoch nicht den Entwürfen, sondern den Frauen, die sie gefertigt hatten.
Viele Journalistinnen und Journalisten waren überrascht, dass muslimische Frauen – einige von ihnen mit Kopftuch – an einer so sinnlichen und selbstbewussten Kollektion arbeiteten. Immer wieder wurden Fragen gestellt: Darf man das? Was sagen die Familien dazu? Passt das überhaupt zusammen?
Unsere Frauen begegneten diesen Fragen mit großer Gelassenheit.
Eine Mitarbeiterin brachte es damals in einem Interview auf den Punkt:
"Nur weil ich ein Kopftuch trage und fremden Männern meine Haare nicht zeige, bedeutet das doch nicht, dass ich kein Interesse an schöner oder erotischer Wäsche haben könnte."
Ein Satz, der viele Menschen zum Nachdenken brachte.
Denn genau darum geht es bei Rita in Palma seit jeher: Menschen nicht auf Äußerlichkeiten, Herkunft oder Vorurteile zu reduzieren. Jede Frau ist vielschichtig. Jede Frau hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Träume und ihre eigene Vorstellung von Weiblichkeit.
Für uns war die Zusammenarbeit mit dem KaDeWe nicht nur ein kreativer Erfolg, sondern auch ein schönes Zeichen dafür, wie Handwerk Brücken bauen kann.
Besonders stolz waren wir darauf, dass unsere Kollektion im KaDeWe zwischen zwei der renommiertesten Lingerie-Marken der Welt präsentiert wurde: La Perla und Agent Provocateur. Für unsere kleine Berliner Frauenmanufaktur war das ein ganz besonderer Moment.
Noch schöner war allerdings zu sehen, wie selbstverständlich unsere Häkelköniginnen ihren Platz dort einnahmen.
Zwischen Luxus, Couture und international bekannten Marken standen ihre Arbeiten – gefertigt von Frauen, die oft lange Zeit unsichtbar geblieben waren und deren außergewöhnliches handwerkliches Können nun die Aufmerksamkeit erhielt, die es verdient.
Bis heute erinnert uns dieses Projekt daran, wie kraftvoll Mode sein kann: Sie schmückt nicht nur den Körper, sondern erzählt Geschichten, verändert Perspektiven und schafft Begegnungen.
Und manchmal räumt sie ganz nebenbei auch mit ein paar Vorurteilen auf.